Historie

Otto Leonhard war seit 1923 als Vertreter bei namhaften Firmen der Eisenwarenbranche, zuletzt bei der Firma Röchling, tätig. In dieser Zeit hatte er viele Kontakte in der Branche geknüpft und sich großes Know-how erarbeitet. Nun wollte er eigene Ideen verwirklichen.

Ende des Jahres 1938 übernahm er die Firma SÜDMETALL vom damaligen Inhaber Hugo Wertheimer. In München-Schwabing entstand auf ca. 700 qm Fläche ein florierender Betrieb, der auf Altmetalle, Eisenwaren, Material für Bedachungen und Schlossereibedarf spezialisiert war. Während des zweiten Weltkriegs verbrachte Otto Leonhard als Soldat mehrere Jahre in Russland. In dieser Zeit führte seine Frau Annemarie den Betrieb.

Nach dem Krieg waren die Zeiten hart. Bleche waren knapp und sämtliche Materialien gab es nur auf Warenbezugschein. Da nicht rostende Materialien wie Kupfer, Zink etc. lange nicht erhältlich waren, arbeitete man mit verzinkten Metallen, die sehr gepflegt werden mussten.

Noch bis Juli 1949 stand die Firma unter Kontrolle der Militärregierung der Besatzungsmacht.

Der Altmetallhandel wurde nach und nach aufgegeben. Im Laufe der Jahre konnten die verzinkten Bleche durch andere wartungsfreie Metalle wie Kupfer, Titanzink, Alu und Edelstähle ersetzt werden.

Firmengründer Otto Leonhard war ein Tüftler und brachte sehr erfolgreich mehrere Eigenentwicklungen auf den Markt. So erfand er z.B. die erste Rinnenziehmaschine, mit deren Hilfe erstmals Dachrinnen und Ablaufrohre maschinell länger als 2 Meter am Stück gefertigt werden konnten. Die Maschine wurde als Patent eingetragen und brachte wesentliche Marktvorteile gegenüber den Mitbewerbern. Ein weiteres Patent brachte er mit seiner Dachfalzmaschine zur Anwendung, die eine wesentliche Arbeitserleichterung für die Handwerker mit sich brachte. Diese sogenannte LEO-Falzmaschine setzte sich schnell am Markt durch. (Besonderen Dank bekam Otto Leonhard dafür von den Ehefrauen der Handwerker, die nun eindeutig mehr von ihren Männern hatten.)

In den 50er Jahren hatte sich das Unternehmen wieder als bedeutender Betrieb in der Bedachungsbranche etabliert und erzielte beachtliche Umsätze. In der Hiltensberger Straße (München Schwabing) befanden sich auf eigenem Grundstück Büro und Lager. In der Rotschwaige bei Dachau -ebenfalls auf eigenem Gelände - befand sich die Fabrikation der Dachrinnen.

Bekannt wurde die Firma auch mit ihren selbsthergestellten verzinkten Aschentonnen, die jahrelang zum Angebot gehörten.

Sohn Heinz Leonhard arbeitet nach einer kaufmännischen Ausbildung in der Eisenhandelsbranche seit 1966 im väterlichen Betrieb. Als Otto Leonhard sich 1972 aus dem Berufsleben zurückzog, übernahm er die Firma.

Im selben Jahr zog das Unternehmen auf ein eigenes Gelände, an den heutigen Firmensitz in München-Moosach, der Haylerstraße 32. Auf ca. 4.000 qm, mit einem Neubau für Büro und Lager, war Platz für eine weitere Expansion. In den Folgejahren wurde die Firma Stück für Stück erweitert und modernisiert.

Bis heute ist das Unternehmen ein Familienbetrieb. Die Enkel des Firmengründers, Peter und Thomas Leonhard, absolvierten im elterlichen Betrieb eine kaufmännische Ausbildung und sammelten dann Berufserfahrung in der Firma. Beide waren jahrelang stille Kommandisten der SÜDMETALL KG. Im Zuge der Umwandlung in eine GmbH wurden Sie, 1994 gemeinsam mit ihrem Vater geschäftsführende Gesellschafter.

Da der Platz für die ständig wachsenden Geschäftsaktivitäten nicht mehr ausreichte, kaufte man 1994 ein benachbartes Grundstück auf, worauf ein Erweiterungsbau entstand.

  • 1996 erwarb man weiteren Grund, um einen weiteren Anbau mit Unterkellerung (neue Lagerfläche 630qm) zu realisieren.
  • 1998 erfolgte die letzte Grundstückserweiterung um weitere Frei-Lagerflächen zu erhalten.
  • 2002 trat man der COBA-Baustoffgesellschaft (Einkaufs-Kooperation) aus Osnabrück bei, um sein Einkaufspotential am Markt besser bündeln zu können.
  • 2003 erfolgte die Übernahme der ebenfalls alteingesessenen Firma Eisen & Blechhandel (ehemals Schmutterer/Volkartstr). Lager und Personal der Fa. Eisen & Blechhandel wurden am Standort Haylerstr zusammengelegt.
  • 2005 erfolgte die Eröffnung einer Filiale in Peißenberg bei Weilheim in den ehemaligen Geschäfts und Lagerräumen der Fa. Roithmayr. Dessen Personal sowie Lagerbestände wurden komplett übernommen.
  • Zuletzt übernahm die SÜDMETALL Otto Leonhard GmbH im September 2015 die Geschäftsaktivität der Niederlassungen, München am Moosfeld, Augsburg  sowie des Verkaufsbüros  Straubing der Thyssen KRUPP Schulte Geschäftsbereich Erich Weit.

Heute gehört die Firma SÜDMETALL Otto Leonhard GmbH, in der vierten Generation, mit 12000 qm Aktionsfläche davon sind ca. 5800 qm überdachte Fläche, zu den führenden Firmen der Branche in Süddeutschland. Die Firma ist international tätig, Marktschwerpunkt ist jedoch Bayern. Als Großhandel rund um das Bedachungsmaterial bietet das Unternehmen Spenglereibedarf, Bedachungsmaterial, Bleche, Bänder und Metalle in höchster Qualität. Nach wie vor wird die LEO-Falzmaschine hergestellt und vertrieben. Innovativ und kundenorientiert, flexibel und schnell hat sich die SÜDMETALL in nun fast 77-jähriger Geschäftstätigkeit eine große Zahl an zufriedenen Stammkunden erarbeitet.

Kupferumsatzmenge

Jahr Menge
1993 1.620.676 kg
2012 693.079 kg